Mit der unaussprechlich langen URL http://www.mypage.compuserve.com/pages/martinottiger/index.html startete 1997 meine erste Website und damit meine Leidenschaft zu HTML und das gestalten von Webseiten.
Damals waren die grafischen möglichkeiten der Darstellung im Browser noch sehr begrenzt und mein erstes Resultat nach nächtelangem anstarren und anpassen des Codes (und auch einer grossen Portion schau und klau bei anderen Webseiten) sah genau so aus.
Heute, mehr als 10 Jahre später, codiere ich immer noch direkt in HTML, PHP und CSS, verwende keinen WYSIWYG Editor und mache mir damit nach Aussagen anderer das Leben unnötig schwer.
Ich sehe dies anders.
Erstens kennen WYSIWIG Editoren auch heute noch nicht alle zur verfügung stehenden Tags und deren einfachheit im gebrauch.
Zweitens ist der Quellcode-output solcher Editoren wie eine Faust ins Auge - unübersichtlich und mit unnötigen Platzhalter-Tags dermassen aufgeblasen dass der Code kaum lesbar ist.
Zugegeben, der Quellcode einer Website ist nur für wenige von Interesse und noch weniger (auch Programmierer) scheren sich um dessen aussehen und Lesbarkeit.
Ich aber freue mich am Anblick von sauber strukturiertem Quellcode und lasse meine Augen mit Genugtuung über genial einfach formatierte Stellen gleiten und geniesse sozusagen die verborgene Schönheit einer Website.
Allerdings stehe ich mit meiner Handcodiererei nicht alleine da. Ein grossteil der heutigen Webseiten wurden von (stillen und ruhigen) Menschen wie ich in Räumen erstellt, die während der Nacht nur vom Schein der Bildschirme erhellt werden.

